Raguhn bildet einen Ortsteil der Stadt Raguhn-Jeßnitz im Urstromtal des Flusses Mulde. Dieser fließt durch den Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die Mulde teilt sich und verbindet sich zum Teil mit der Fuhne, sie bilden eine Insel, auf der die Altstadt von Raguhn liegt. Durch die Insellage ist sie immer hochwassergefährdet. Bedeutung erlangte die Stadt, weil sie an der Straße von Halle nach Wittenberg am Mulde-Übergang lag. Das erste Mal wurde Raguhn im Jahre 1285 erwähnt, rund hundert Jahre später durfte sie die Gerichtsbarkeit ausüben. Neben der Sankt Georg Kirche steht das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des ersten Weltkriegs. Auf dem Friedhof steht ein Gedenkstein an der Grabstätte von 15 Zwangsarbeiterinnen des NS-Regimes. Die Mulde erscheint als Motiv auf alten Ansichtskarten, die für Sammler interessant sind.

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